Kleiner Fuchs (Aglais urticae)

Steckbrief Kleiner FuchsDer Kleine Fuchs ist auf  Wiesen und in Gärten noch vergleichsweise häufig anzutreffen. Von Mai bis Oktober dauert die Flugzeit an. In dieser Zeitspanne bringen die Falter zwei bis drei neue Generation hervor. Bei günstigen Temperaturen taucht der Kleine Fuchs auch schon im April auf. Die Schmetterlingsart wird zur Familie der Edelfalter gezählt. Die prächtigen Farben auf den Flügeln machen den Kleinen Fuchs zu einer auffallenden Erscheinung. Der Kleine Fuchs tritt fast in ganz Europa auf. Er kommt auch in Asien vor.

Welche Futterpflanzen werden bevorzugt?

Im Gegensatz zu anderen Schmetterlingsarten, spezialisierte sich der Kleine Fuchs nicht auf bestimmte Futterpflanzen. Er nimmt mit vielen Blüten vorlieb, wobei Kräuter den Vorzug erhalten. Da der Kleine Fuchs schon relativ zeitig im Jahr durch die Lüfte flattert, werden auch die typischen Frühjahrsblüher angeflogen. Der Sommerflieder wirkt auf den Kleinen Fuchs und auf viele andere Schmetterlingsarten wie ein Magnet. Wer Schmetterlinge in den Garten locken möchte, sollte unbedingt Sommerflieder anpflanzen.

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Kleiner Fuchs, von unten betrachtet

Kleiner Fuchs: Fortpflanzung

Als Ablageplatz für die grünen Eier sucht sich das Schmetterlingsweibchen Gewächse der Großen Brennnessel aus. Das Gelege mit bis zu 100 Eiern erfolgt als Eihaufen. Es dauert noch nicht einmal eine Woche, bis die Raupen schlüpfen. Sie weisen eine schwarze Grundfärbung mit gelben Längsbinden auf. Die Gelbfärbung kann dabei unterscheidlich stark ausfallen. Während der Raupenzeit bleiben die Vertreter eines Geleges zusammen. Zum Schutz spinnen sich noch kleine Raupen ein Gespinst, unter das sie sich verkriechen.

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Auf diesem Foto ist der flauschige, mit rötlich-braunen Haaren ausgestattete Körper des Schmetterlings sehr gut zu sehen. Resultiert der Name „Kleiner Fuchs“ etwa aufgrund dieser Begebenheit?

Kleiner Fuchs: Überwinterung

Der Kleine Fuchs überwintert als Falter. Er versteckt sich in Siedlungsgebieten in Kellern, Dachböden, Garagen, Gartenhäuschen oder Schuppen. Der Ort darf nicht geheizt sein. Die Falter fallen in eine Winterstarre, während der sie ihren Energieverbrauch auf ein Minimum herabsenken. In der freien Natur dienen vor allem Baumhöhlen als Überwinterungsplatz. Sobald im Frühjahr die Sonne lockt, ist der Kleine Fuchs wieder aktiv und labt sich an den früh blühenden Blumen.

Steckbrief Kleiner Fuchs

  • Färbung: Grundfarbe Rostbraun mit gelben, weißen und schwarzen Zeichnungen. Die Flügelunterseiten sind weniger farbenfreudig.
  • Flügelspannweite: 40 bis 50 cmm
  • Raupenzeit: etwa 4 Wochen
  • Verpuppung: als Sürzpuppe in goldbrauner Farbe
  • Bevorzugte Lebensräume: Wiesen, Wälder, Parks und Gärten

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