Natürliche Nistplätze für Wildbienen

Gäbe es noch genug natürliche Nistplätze für Wildbienen, wäre das Aufstellen oder Aufhängen von Insektenhäusern nicht nötig. Eine Reihe von Bienen und Wespen, die in keinem organisierten Staat leben, legen ihre Eier in Totholz ab. Als Alternative dienen hohle Halme, die natürlich über den ganzen Winter bis zum Frühjahr intakt bleiben müssen. Weil solche Nistplätze immer seltener werden,  sind Wildbienen & Co. auf die Mithilfe der Menschen angewiesen. Nachstehend die hauptsächlichen Ursachen, weshalb es an Nistgelegenheiten für Wildbienen und anderen Insekten mangelt:

  • Fortschreitende Besiedelung
  • Bewirtschaftete Wälder müssen Gewinn abwerfen und verfügen deshalb über kein Totholz.
  • Die moderne Landwirtschaft bietet nur Monokulturen.
  • Wiesen werden regelmäig gemäht und stellen über die Winterzeit keine hohlen Halme zur Verfügung

 Geschützte Lebensräume – Paradiese für Wildbienen

Zum Glück gibt es inzwischen geschützte Gebiete, die den FFH (Flora-Fauna-Habitat) – Richtlinien entsprechen, um das natürliche Ökosystem mit einer großen Artenvielfalt zu erhalten. Reine Nadelwälder sind dafür nicht geeignet. Zumindest ein Teil der Bäume darf in FFH-Waldgebieten alt werden. Außerdem bleiben eine Reihe bereits abgestorbener Bäume stehen, um Totholzbewohnern natürliche Lebensräume zu bieten.

natürliche Nistplätze für Wildbienen
Ein toter Baum steckt voller Leben anderer Spezies.

Holzbienenweibchen sind auf mürbes Totholz angewiesen, denn sie bohren die Nestgänge für ihren Nachwuchs selbst. Mauer-, Masken- und Löcherbienen geben sich dagegen mit einer „Altbauwohnung“ zufrieden, denn sie belegen Löcher, die von diversen Wurm- und Käferarten stammen. Ein bereits abgestorbener Baum trägt zwar in den eigenen Zellen kein Leben mehr in sich, aber dafür existiert in seinem Holz eine Vielfalt anderer Leben.

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